CDU Scharbeutz von Lobbyisten gekapert


Ex-Bürgermeister Owerien und sein Umfeld, Hoteliers, Gastronomen und deren
Personal, Immobilienmakler, Event-Manager und der Besitzer einer Marketin gagentur für Immobilienmakler und deren Freunde, zusammen rund 50 …

… Personen, traten wenige Stunden vor der Jahreshauptversammlung vom 3. November 2022 in die CDU ein. Diese neuen Mitglieder stellten die neue Mehrheit.

Sie wählten den Vorstand mitsamt der Bürgervorsteherin und dem stellvertretenden Bürgermeister ab und übernahmen.

Die Abstimmungen sollen überwiegend knapp gewesen sein. Vor allem wollten die
alten Mitglieder diese Veränderung nicht, wurden aber von der großen Zahl der Neumitglieder überrumpelt.
Der alte Vorstand hatte ausgedient. Eine Zusammenarbeit mit den Mitgliedern der amtierenden Fraktion wurde vom neuen Vorstand nicht gewünscht.

Die neuen Mitglieder betreiben einen WhatsApp-Chat mit dem Namen „Bessere Zukunft Scharbeutz“.

Ersteller des Chats ist ein Miteigentümer des Hotels Bayside. Er hat die Gruppe zusammen mit dem Ex-Bürgermeister Owerien ins Leben gerufen, nachdem sein Hotelanbau vom Gemeinderat abgelehnt worden war. Beide sind der Meinung, durch ihre Initiativen
können sie Scharbeutz „positiv“ verändern.

Wir vermuten eher, dass sich diese Kamarilla (Gruppe von Personen, die unerlaubt und
böswillig die Geschicke einer Partei übernimmt) nach dem Scheitern der Bayside-Erweite
rung künftig ihre eigenen Bebauungspläne aufstellen wird, um sich den Ort und unsere Küste nach ihren Vorstellungen dienlich zu machen.
Die nun von der CDU für die Kommunalwahl aufgestellten Kandidaten sind überwiegend Neulinge in der Kommunalpolitik.

Bestehende politische Hintergründe und Fakten sind ihnen nicht bekannt. Sie sind
auf die Einschätzungen des Ex-Bürgermeisters Owerien (Listenplatz 1) angewiesen.

Lediglich über einen „mächtigen Parteimitgliederzuwachs der CDU“ seitens dieser
Gruppe in der Presse zu berichten, ist so nicht reell.

Auch wurden die enormen Austritte von alten CDU-Mitgliedern, die mit der Entwicklung
ihrer CDU nicht einverstanden waren, verschwiegen.

Die neuen CDU-Mitglieder hatten erst geplant, eine eigene Partei zu gründen. Auf Anraten des Ex-Bürgermeisters Owerien wurde aber dem Kapern der CDU der Vorzug gegeben. Die CDU habe eine große Stammwählerschaft. Diese Tatsache könne man als „Schlitten“ benutzen. (Die Grünen hatten es zur letzten Kommunalwahl genauso gemacht.)
Es liegt der Verdacht nahe, durch kommunalpolitische Einflussnahme vor allem die Eigeninteressen zu fördern, statt das Gemeinwohl im Blick zu haben.

Zu erwähnen wäre noch, dass das Gemeindeprüfungsamt im Zusammenhang mit der Abschiedsfeier des Ex-Bürgermeisters Owerien im Hotel Belvedere eine illegale Mehrausgabe
von rund 6.000,00 € im Haushalt festgestellt hat. Zurzeit ermittelt die Staatsanwaltschaft in dieser Angelegenheit wegen Verdachts der Untreue.

Dieser Ex-Bürgermeister Owerien ist nun Spitzenkandidat der CDU. Ein Schelm ist wer da an „Bock und Gärtner“ denkt.

Kurios ist zudem die Tatsache, dass die Ehefrau des Ex-Bürgermeisters Owerien, Gabriela
Owerien, unter Mitnahme ihres Mandates in der Gemeindevertreterversammlung, die CDU verlassen hat und nun Gemeindevertreterin (oder trojanisches Pferd) in der SPD ist.

Es ist anzunehmen, dass CDU und SPD anstreben, gemeinsam über 50% der Wählerschaft zu gewinnen und somit die absolute Mehrheit zu erlangen.
Falls nicht, haben sich die Grünen schon bereit erklärt zu helfen.

Die übrigen Parteien hätten dann keine Möglichkeiten, ihre Ideen und Meinungen bei Entscheidungen einzubringen und umzusetzen – oder das Zubetonieren unserer Küste zu verhindern.

Mehr als die Hälfte der 21 Listenkandidaten der CDU zur Kommunalwahl geben als Berufsbezeichnung Unternehmer, Gastronom und Eventmanager an. Lediglich drei Listenkandidaten stammen aus dem Binnenland. Werden hier noch Interessen der „normalen“
Bürger ausreichend vertreten?

Aus glaubwürdiger Quelle war zu erfahren, dass der Ex-Bürgermeister Owerien das Amt des Bürgervorstehers anstrebt. Seine Frau könnte stellvertretende Bürgermeisterin werden.

Die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Scharbeutz können nun am 14.05.2023 über eine „bessere“ oder „schlechtere“ Zukunft für Scharbeutz entscheiden. Es ist eine Schicksalswahl.

Um Ihre Meinung vertreten zu wissen, wählen Sie die WUB!

Anja Bendfeldt,
Fraktionsvorsitzende